Beinahe jeder, wenn nicht sogar jeder, kennt den Begriff der Corporate Identity. Im Prinzip handelt es sich dabei um Eigenschaften, mit denen das Unternehmen von Außenstehenden und Mitarbeitern assoziiert werden soll.

Ich verwende das Wort „soll“ hier ganz bewusst. Denn jede noch so toll ausgearbeitete CI (Corporate Identity) bringt wenig, wenn Handlungen des Unternehmens nicht diesem Bild entsprechen. Hier kommt der Begriff des Corporate Image ins Spiel. Damit wird beschrieben, wie das Unternehmen von anderen wahrgenommen wird.

Corporate Identity = das möchte ich darstellen

Coroporate Image = wie werde ich wahrgenommen

Man kann natürlich Imagekampagnen mit Hochglanz-Werbungen fahren, die, wenn gut gemacht, das Öffentlichkeitsbild in die gewünschte Richtung lenken. Dieses Image wird deshalb aber noch lange nicht auf Dauer aufrechterhalten. Man kann sie als Initialzündung sehen, doch erst durch eine authentische, regelmäßige Imagepflege gewinnt man Glaubwürdigkeit und dadurch Vertrauen.

Dieses Vertrauen führt zu einer Kettenreaktion. Bereits bestehende Kunden binden sich weiter an das Unternehmen und diese bringen durch Weiterempfehlung wieder neue Kunden. Natürlich ist das nichts, was nebenbei funktioniert und man sollte seine Handlungen immer auf Basis des Corporate Images untersuchen.

Der kleine aber feine Unterschied

Ich musste darüber nachdenken, als wir am 08. März für eine Vernissage von Jakobs Serie „Reflexionen“ in München waren. Diese Vernissage wurde aber nicht, wie die meisten vermuten würden, in einer Galerie abgehalten. Die Bilder werden nämlich öffentlichkeitswirksam im Schaufenster der Werbeagentur Territory Webguerillas ausgestellt.
Für mich persönlich macht das sehr viel Sinn. Vor allem, nachdem wir die Bilder von außen in der Auslage bestaunen konnten.

Ich weiß nicht genau, was die Corporate Identity von Territory ist. Diese Aktion vermittelt für mich jedoch Werte, die man als Werbeagentur gerne mit seinem Image in Verbindung bringen möchte.

Kunst von jungen Künstlern in einer sonst ungenutzten Fläche auszustellen zeugt von Kreativität, Innovation, Effizienz, Offenheit für neue Ideen und einer Mentalität des „über den eigenen Tellerrand Schauens”. Alles Werte die ich als Unternehmen suche, um mich von meinen Mitbewerbern abzugrenzen und die für mich perfekte Lösung zu finden.

Das Großartige an dieser Aktion ist, dass sie von zwei Mitarbeitern auf Eigeninitiative hin ins Leben gerufen wurde. Die Zwei kümmern sich um die komplette Organisation. Alles, was die Geschäftsführung tun musste, war zuzustimmen und ihren Mitarbeitern etwas Freiraum in der Gestaltung geben. Der Rest war mit minimalem Aufwand und Kosten (Catering) für die Agentur verbunden.

Mit wenig Aufwand fügt sich ein kleiner Baustein in ein solides Corporate Image ein und gerade die Details sind es, die den Unterschied zwischen einer Lüge und der Wahrheit ausmachen.